zurückblättern zurückblättern

Chronik

Am 22. April 1926 wurde in der Gastwirtschaft zur Krone durch zahlreiche Beteiligung der Mitglieder der bestehenden Pflichtfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Widdershausen gegründet. Damals waren 48 Personen anwesend.

Als 1. Ortsbrandmeister wurde der Zimmermeister Konrad Ruch gewählt, zum Stellvertreter Johannes Münzel. Führer des Steigerzuges wurde Konrad Werner, mit Stellvertreter Nicolas Trieschmann. Zum Zugführer der 1. Spritzenmannschaft wurde Johannes Münzel gewählt, sein Stellvertreter wurde Adam Breiding. Zugführer der 2. Spritzenmannschaft wurde Heinrich Bergmann mit Stellvertreter Johannes Eitzeroth. Als Schriftführer wurde Hans Hofmann und als Kassierer Konrad Budesheim gewählt. Zugwart und Spritzmeister wurden Georg Eitzeroth und Georg Thenert. Sanitätsführer wurde Heinrich Zier.

Da noch keine Sirenen, Telefone und Alarmmelder vorhanden waren, mußte man sich auch um die Alarmierung Gedanken machen. Man wählte darum die Kameraden Fritz Reichhardt und Konrad Ruppel zu 1. Hornisten. Im Falle eines Brandes war es Ihre Aufgabe, durch das Dorf zu laufen und durch Hornsignale die Feuerwehrleute zu alarmieren. Während des Krieges und auch danach übernahm Georg Thenert diese Aufgabe, aber damals schon mit dem Fahrrad. Nach dem tödlichen Unfall des Ortsbrandmeisters Ruch im Jahre 1929 wurden Johannes Münzel als Ortsbrandmeister und Adam Breiding zum Stellvertreter gewählt. Im Jahre 1938 wurde Adam Breiding zum Ortsbrandmeister gewählt.

Nach dem Tod von Adam Breiding Anfang 1946, die Einwohner waren noch vom Krieg gezeichnet, drohte die Feuerwehr auseinanderzufallen. Durch Bekanntmachung des Bürgermeisters Ruch und der Besatzungsmacht wurden alle Männer im Alter von 18-45 Jahren im April 1946 aufgefordert, sich im Saal der Gastwirtschaft Ruch zwecks Aufstellung einer neuen Feuerwehr zu versammeln. Nach einer längeren Debatte meldeten sich dann, unter der Androhung, eine Pflichtfeuerwehr zu gründen, 45 Freiwillige für die hiesige Wehr. Hans Schäfer wurde mit großer Mehrheit zum Ortsbrandmeister gewählt. Er blieb 12 Jahre im Amt und wurde aus Altersgründen 1959 von Heinrich Schmidt abgelöst. Dieser leitete danach die Wehr 14 Jahre als Ortsbrandmeister. 1974 wurde Heinrich Schmidt, der sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellte, vom neu gewählten Wehrführer Heinrich Sandrock abgelöst. Er konnte der Wehr als Wehrführer bis 1978 vorstehen und wurde durch Wolfgang Bergmann abgelöst, welcher 1984 durch Gerd Thenert abgelöst wurde. Gerd Thenert begleitete dieses Amt 14 Jahre lang, bis er 1998 durch den jetzigen Wehrführer Andreas Schäfer abgelöst wurde. Im Jahre 2008 wurde dieser durch Duncan Stern abgelöst.

Dies war ein kleiner Überblick über den Führungsstab und die Leitung unserer Feuerwehr von der Gründung bis heute.

Jedoch sollte man auch die vielen anderen Vorstandsmitglieder nicht vergessen. Man denke da an die Stellvertreter der Ortsbrandmeister und Wehrführer:

von 1926 – 1930 Johannes Münzel
von 1930 – 1938 Adam Breiding
von 1938 – 1947 Konrad Trieschmann
von 1947 – 1959 Martin Sandrock
von 1959 - 1973 Georg Budesheim
von 1973 - 1978 Heinrich Schmidt
von 1978 – 1981 Heinrich Sandrock
von 1981 – 1984 Gerd Thenert
von 1984 – 1987 Heinz Lipphardt
von 1987 - 1989 Jürgen Palik
von 1989 – 1990 Robert Rimbach
von 1990 – 1998 Andreas Schäfer
von 1998 – 2006 Gerd Thenert
seit 2006 Frank Trieschmann

oder an die Maschinisten und Gerätewarte:

von 1937 - 1947 Georg Thenert, Georg Eitzeroth und Heinrich Knaut
von 1947 - 1974 Walter Lindner, Hans Thenert und Hans Ruch
von 1974 - 1986 Horst Volkenand
von 1986 – 1990 Andreas Schäfer.
von 1990 – 2008 Michael Kamm, mit kurzzeitiger Unterbrechung durch Wohnortwechsel
seit 2008 Andreas Schäfer

An die Schriftführer:

Von 1929 - 1931 Hans Hofmann
von 1931 - 1934 Heinrich Sandrock
von 1934 - 1938 Konrad Volkenand
von 1938 - Heinrich Ganz
von 1947 - 1974 Helmut Budesheim
von 1974 - 1978 Wolfgang Bergmann
von 1978 - 1986 Karl-Heinz Westermann
von 1986 – 1988 Gerd Köhler
seit 1988 Lothar Schimmelpfennig, der seit 2008 bei der Protokollführung durch Ramona Stern unterstützt wird.

oder an die Kassierer:

von 1929 - 1947 Konrad Budesheim
von 1947 - 1961 Georg Budesheim
von 1961 - 1966 Helmut Eisenberg
von 1966 - 1973 Erich Ruch
von 1973 - 1976 Günter Kaufmann
von 1976 - 1989 Roland Stern
seit 1989 Gerd Köhler

1987 wurde auch in Widdershausen eine Jugendfeuerwehr gegründet. Geleitet wurde Sie in den 21 Jahren seit Ihrer Gründung durch die folgenden Jugendwarte:

von 1987 – 1991 Roland Schäfer
von 1991 – 1992 Martin Kilies
von 1992 - 1997 Mike Laun
von 1997 - 2008 Duncan Stern
von 2008 - 2012 Tim Morgenweck
seit 2012             Markus Heinz
 

Gerätehaus

Das Gerätehaus in der Werrastraße wurde 1933 nach 5 Jahren Bauzeit in Betrieb genommen. 1978 wurde das Gerätehaus einer Grundrenovierung unterzogen. 1990 wurde das Gerätehaus mit dem Anbau eines Schulungsraumes funktionell aufgewertet. 1997 wurde es durch einen neuen Außenputz durch die Firma Köhler und das Floriansbild von Horst Axt schließlich auch optisch aufgewertet werden. 1998 erfolgt zudem noch der Anbau eines Carports für den Feuerwehrbus.
Nachdem der technische Prüfdienst 2008 und 2013 schwerwiegende Mängel am Gerätehaus festgestellt hatte und das Gebäude auch baulich nicht mehr den gültigen Normen entsprach, wurde schließlich beschlossen ein neuen Gerätehaus zu errichten. Da der alte Standort in der Werrastraße nach den neusten Normvorgaben nicht mehr geeignet war, fiel die Wahl des neuen Standortes auf ein Grundstück in der Wenigenaue. Im Juni 2014 war es schließlich soweit und es erfolgte der offizielle Spatenstich. In den darauffolgenden Monaten wurde durch die Firma Schwabenhaus ein modernes Feuerwehrgerätehaus errichtet, das im November 2014 bezogen werden konnte.

Fahrzeug & Gerät

Die 1. Pumpe, die noch mit Muskelkraft bedient wurde, mußte mit den Pferden zum Einsatz gezogen werden. Dafür stellte der Ortsbrandmeister einen Jahresplan auf, aus dem zu ersehen war, in welcher Zeit ein jeder Bauer seine Pferde für Übung und Einsatz zur Verfügung stellen hatte.

In einer der Jahreshauptversammlungen wurde auch ein Antrag an den Ortsbrandmeister gestellt, ob es nicht möglich wäre, bei Einsätzen in anderen Gemeinden einen Pferdewagen für die Mannschaft zu besorgen, so daß man nicht zu laufen brauchte. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt.

Im Jahre 1937 wurde nun die 1. Motorspritze, eine Adler mit Spannfeder, gekauft. Diese blieb im Dienst bis zum Jahre 1959, als man TS 8 mit Anhänger kaufte. 1983 mußte wiederum eine neue TS8 gekauft werden, da die alte nur noch bedingt einsatzfähig war. Nachdem der Fortschritt auch bei uns nicht haltgemacht hatte, die Motorisierung immer weiter voranschritt, wurde auch für unsere Wehr im Jahr 1962 ein Auto für 600,-- DM gekauft.

Der damalige Gerätewart Walter Lindner konnte das 1. Feuerwehrauto, ein umgebautes Postauto, in Empfang nehmen. Jetzt war es endlich soweit. Man war unabhängig von Pferden und Zugmaschinen der Widdershäuser Einwohner. Bei Alarm und Übung brauchte man nur den Tragkraftspritzenanhänger an das Auto anzukoppeln, und ab ging die Post. Zu Erwähnen wäre noch, daß auch die Mannschaft Platz im Auto fand.

Im Jahr 1972 konnte Ortsbrandmeister Heinrich Schmidt das neu angeschaffte LF8 einweihen und in Dienst nehmen. Dieses LF 8, ein Opel Blitz, versah seinen Dienst von 1972 – 1991 und wurde am 06.06.1991 durch ein TSF-W vom Aufbauhersteller Ziegler auf VW - LT 50 ersetzt. Gleichzeitig wurde die neue „TS 8/8 ultraleicht“ von Ziegler in Dienst genommen. Die „alte TS“ leistete bis zur Außerdienststellung im Jahr 2009 noch lange treue Dienste als "Reservepumpe".
Nach der Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes der Feuerwehren der Stadt Heringen wurde am 17.07.2015 das TSF-W zur Kernstadtwehr nach Heringen abgegeben. Dafür wurde das dort im Dienst befindliche LF 8/6 vom Hersteller MAN nach Widdershausen verlegt. Zusammen mit dem dort verlasteten Stromerzeuger eine  deutliche technische Aufrüstung des Standortes Widdershausen.

1995 wurde aus Eigenmitteln ein VW-Bus zum Mannschaftstransport angeschafft. Im Jahr 2006 wurde dieser wiederum durch ein neueres Modell, ebenfalls aus Eigenmitteln finanziert, ersetzt. Man sollte betonen, dass diese Arbeiten größtenteils in Eigenarbeit durchgeführt wurden.